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Wie ich schon auf einer Seite meiner Harzbahn-Site ausgeführt habe, mag ich keine „Blogs“. Trotzdem finden Sie nun hier dieses Tagebuch. Warum?
Einerseits gibt es Ihnen vielleicht Anregungen für einen eigenen (Bahn-)Urlaub in Sachsen, andererseits können Sie hier sehen, was ich in Sachen sächsische Schmalspurbahnen bisher gesehen und erlebt habe und was Sie damit demnächst auf dieser Site in ausführlichen Artikeln erwarten dürfen. Viel Spass beim Lesen!
| Mittwoch, 3. Juni | |
| Bahnen | Der Anreisetag – natürlich gibt es noch nichts Bahn-Spezifisches zu berichten; für die 840 km brauchten wir achteinhalb Stunden. Immerhin: Auf der B 169 auf dem Weg nach Riesa, unserem Urlaubsdomizil, taucht mit Oschatz schon ein bekannter Name auf den Wegweisern auf. |
| Donnerstag, 4. Juni | |
| Urlaub | Ein kleiner Tipp, vielleicht nutzt er ja jemandem: Das Hotel, hatte ich vor der Buchung auf der Website gelesen, verfüge über WLAN in allen Zimmern. Da ich auch im Urlaub nicht vermeiden kann, mindestens alle zwei Tage einmal eine Remote-Desktop-Verbindung zu meinem Bürorechner aufzubauen, war das ein gutes Argument für das Hotel. Das Standardangebot im Zimmer ist ein Zugang der Firma M3Connect, die allerdings für 30 Minuten € 3,95, für zwei Stunden € 9,95 berechnet. Aber sonst geht’s hoffentlich gut? |
| Bahnen | Besuch des Bahnhofs Mügeln: Endlich stehe ich, zum ersten Mal im Leben, vor sächsischen 750-mm-Fahrzeugen. Der gerade eintreffende Planzug wird zwar „nur“ von einer kleinen Diesellok gezogen, aber das tut der Begeisterung keinen Abbruch. Zufällig entdecken wir, dass am übernächsten Wochenende eine grosse Bahn-Veranstaltung stttfindet. Der Termin wird fest notiert! |
![]() Die Ns 4 199 032-6 trifft mit dem kurzen Planzug in Mügeln ein. |
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| Freitag, 5. Juni | |
| Urlaub | Ein Besuch der Stadt → Leipzig steht auf dem Programm. Trotz miserablen Wetters erfreuen wir uns an der Stadt; als passioniertem Fotografen haben es mir die Passagen mit ihren Ein- und Durchblicken angetan, und natürlich schauen wir noch bei → Auerbachs Keller vorbei. |
| Bahnen | Nicht Schmalspur, aber faszinierend: Im Bahnhof gibt es ein „Museumsgleis“, auf dem u. a. der 1935 in Betrieb genommene Schnelltriebwagen → SVT 137 225 abgestellt ist. |
![]() Der SVT 137 225 im Leipziger Hauptbahnhof. |
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| Samstag, 6. Juni | |
| Urlaub | Heute gibt es Eisenbahn pur und nichts anderes! |
| Bahnen | Der → Website der Pressnitztalbahn hatte ich entnommen, dass an allen Sommerwochenenden Fahrbetrieb gemacht wird, und so fahren wir gleich am Morgen nach Jöhstadt. Meine Sachsendampf-Premiere: Ich stehe erstmals vor einer IV K! Der Zug fährt praktisch gerade ab, als wir ankommen, und so folgen wir ihm mit dem Auto. In Schmalzgrube und Steinbach gelingen noch schöne Aufnahmen, natürlich auch das bekannte Motiv mit der IV K vor dem Wasserhaus. |
![]() Links: Heftig dampfend verlässt die IV K 99 1568-7 mit ihrem Zug Jöhstadt. Rechts: Der Lokschuppen in Oberrittersgrün. |
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| Sonntag, 7. Juni | |
| Urlaub | Die beste Ehefrau von allen konzidiert einen weiteren reinen Bahn-Tag! Inzwischen erwachen bei uns erste Zweifel an der Wahl des Urlaubsortes: Nichts gegen Riesa, schon gar nichts gegen das → Hotel Mercure (das kann ich wirklich empfehlen), aber, von Oschatz und Mügeln abgesehen, sind wir von den Schmalspur-Zentren Sachsens etwas zu weit entfernt. An Wochentagen, mit LKW-Verkehr, ist die B 169 eine Zumutung: Bis zur A 14 gibt es keine dreispurige Überholmöglichkeit (die letzte ist knapp nördlich von Döbeln), und der Weg nach Osten zur A 13 über die B 98 ist nicht viel besser. Garniert wird das Ganze mit nur schwer nachvollziehbaren Geschwindigkeitsbegrenzungen (70 auf der Bundesstrasse, 30 in einzelnen Ortsdurchfahrten), und als Sahnehäubchen gibt es massenhaft Radarkontrollen, so dass man gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt: Der Turbodiesel kann zwar 400 Nm auf die Kurbelwelle wuchten, aber man lässt ihn einfach nicht. Die Anfahrtswege von Riesa liegen bei gut 130 km zur Fichtelbergbahn, ca. 165 km nach Zittau – man verliert viel wertvolle Zeit der kostbaren Urlaubstage auf der Strasse! |
| Bahnen | Glücklicherweise bleiben uns die LKW am heutigen Sonntag erspart, und so machen wir uns nach Zittau auf: Die → ZOJE („Zug ohne jede Eile“, wie der Volksmund sagt) beschert uns unsere erste Fahrt mit einer sächsischen Schmalspurbahn. Wir geniessen die Fahrt von Zittau nach Jonsdorf und zurück – und ganz allmählich bessert sich auch das Wetter. |
![]() Auch der ganz junge Eisenbahn-Fan beobachtet schon interessiert die 99 735 beim Umsetzen in Zittau. |
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| Montag, 8. Juni | |
| Urlaub | Unser heutiges Ziel ist → Dresden, und wir runden den ersten Besuch (mit einem Tag kratzt man gerade an der Oberfläche dessen, was das Elb-Florenz so faszinierend macht) auf dem Heimweg mit einer Stippvisite in → Moritzburg ab. Wir sind beeindruckt! |
| Bahnen | Heute nicht, ausser, man rechnet einen Besuch im „→ Lokpavillon“ zu den eisenbahnerischen Ereignissen. |
![]() Trotz des etwas störenden Baugerüsts ein imposanter Anblick: Das Schloss in Moritzburg. |
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| Dienstag, 9. Juni | |
| Urlaub | Der → Zoo in Leipzig braucht einen ganzen Tag, den wir (wieder einmal bei teilweise heftigem Regen) geniessen. Gehört hatten wir schon viel davon, aber das kann die eigene Anschauung nicht ersetzen. Hut ab vor der Leistung der Zoo-Direktion, die hier artgerechte Haltung nicht nur predigt, sondern auch umsetzt. Unbedingt empfehlenswert! |
| Bahnen | Auf dem Weg zurück nach Riesa machen wir in Oschatz Halt und besuchen den „→ Modellbahnshop“. Nettes Gespräch mit den Korns, und eine Vitrine voller Technomodell-Modelle, bei der dem Betrachter das Wasser im Munde zusammenläuft. |
![]() Der Mantelpavian-Nachwuchs geniesst den Ritt auf Mamas Rücken. |
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| Mittwoch, 10. Juni | |
| Urlaub | Heute ist wieder einmal Bahntag – keine sonstigen Aktivitäten. |
| Bahnen | Wieder steht nicht nur Eisenbahn ansehen, sondern Eisenbahn fahren auf dem Programm: Nachdem die → Weisseritztalbahn seit Dezember 2008 wieder teilweise befahrbar ist, gönnen wir uns die Tour von Freital-Hainsberg nach Dippoldiswalde und zurück. Der Zug ist morgens bei der Hinfahrt (9:42 h) fast bis auf den letzten Platz besetzt; kein Wunder, ist dies doch die erste Fahrsaison nach fast sieben Jahren! Bei der Rückfahrt haben wir einen sehr langen Zug, der in Doppeltraktion Diesel/Dampf (vorn/hinten) gefahren wird. |
![]() Lokschuppen und Bekohlung in Freital-Hainsberg. |
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| Donnerstag, 11. Juni | |
| Urlaub | Zwei Termine in Dresden: Morgens besichtigen wir die → Gläserne Manufaktur, was uns wieder einmal in unserer lange gehegten Ansicht bestätigt, dass der → Phaeton das wohl beste Auto ist, das man derzeit kaufen kann – wenn man bereit ist, sich von Statussymbolen (Sternen, Ringen, Propellern oder Katzen) freizumachen. |
| Bahnen | Heute nichts. |
![]() Auch für nicht-Phaeton-Enthusiasten interessant: In der Eingangshalle der Gläsernen Manufaktur finden Sie dieses gläserne Modell der Manufaktur. |
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| Freitag, 12. Juni | |
| Urlaub | Bisher waren wir nur auf der B 6 durchgefahren, heute schauen wir uns → Meissen einmal in Ruhe an. Die Porzellanmanufaktur lassen wir aus (die beste Ehefrau von allen zieht Villeroy & Boch vor, und der Busparkplatz lässt grössere Besuchermassen befürchten), aber die Stadt bietet weit mehr als nur Porzellan. Wir verbringen einen ganzen Tag dort: Albrechtsburg, Dom und die historische Altstadt sind ausführliche Besichtigungen wert. |
| Bahnen | Heute nicht – aber morgen! |
![]() Vom gegenüberliegenden Elbufer aus hat man diese Sicht auf Albrechtsburg und Dom. |
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| Samstag, 13. Juni | |
| Urlaub | Wieder ein Bahn-Tag; die Wanderung am Nachmittag fällt noch in die Rubrik „Bahn-Aktivitäten“ – unten also mehr dazu. |
| Bahnen | Der Tag beginnt um halb neun in Oschatz, wo wir den ersten Zug (nach Sonderfahrplan) des „Festival auf Reisen mit der Döllnitzbahn“ bei der Ausfahrt beobachten. Weiter geht es nach Mügeln, und da ist im Rahmen des Festivals richtig Betrieb am Bahnhof! |
![]() Die IV K 99 1542-2 verlässt am Morgen Oschatz. |
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| Sonntag, 14. Juni | |
| Urlaub | Auch dieser Tag ist der Eisenbahn gewidmet, damit eine Gelegenheit, hier noch zwei Bemerkungen zum Autofahren in Sachsen anzubringen: Noch nie und nirgends hat uns unser Navigationssystem so im Stich gelassen wie in diesem Urlaub. Der Grund ist nicht ein Fehler im System, sondern die unglaubliche Aktivität im Strassenbau in dieser Region. Viele Strassen kennt das System noch gar nicht, und dauernd ist man gezwungen, gesperrte Bundesstrassen-Abschnitte auf Umleitungen zu umfahren, weil wieder eine Bundesstrasse ausgebaut, begradigt, erweitert oder verlegt wird. Langfristig kommt das natürlich dem Verkehr zu Gute, aber es ist manchmal etwas irritierend. Sehr positiv dagegen haben wir die, anfangs etwas gewöhnungsbedürftige, Regel aufgenommen, dass man an roten Ampeln „auf Sicht“ nach rechts abbiegen darf. Warum führt man das eigentlich nicht generell ein? |
| Bahnen | Und wieder ist Fahr-Tag: Bei traumhaftem Wetter fahren wir mit dem → Lössnitzdackel von Moritzburg nach Radebeul-Ost und zurück, beide Male im offenen Aussichtswagen. Dieses sehr spezielle Fahrgefühl hatten wir zuletzt vor rund zehn Jahren auf der Berninabahn, und entsprechend geniessen wir es. |
![]() Die Fahrten mit der 600-mm-Feldbahn in Glossen sind immer ausgebucht. |
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| Montag, 15. Juni | |
| Urlaub | Ein letztes Mal in diesem Urlaub geht es nach Dresden. Die Stadt gefällt uns mit jedem Besuch besser und bietet einfach unglaublich viel. Dresden allein wäre, abgesehen von den Schmalspurbahnen, schon Grund genug, wieder nach Sachsen zu kommen! |
| Bahnen | In diesem Urlaub nicht mehr – vielleicht 2010? |
![]() Blick in den Innenhof des Zwingers. |
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| Dienstag, 16. Juni | |
| Urlaub | Morgen geht es zurück nach Hause; heute, am letzten Tag, schauen wir uns endlich einmal Riesa an. Und dann heisst es: Koffer packen; ade, Sachsen – aber wir kommen wieder! |
![]() Nur wenige hundert Meter von der modernen Innenstadt entdeckt man Häuser, die sicher viel aus einer langen Geschichte erzählen könnten … |
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Erste Veröffentlichung am 18. Juni 2009, letzte Bearbeitung am 18. Juni 2009.
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