| Der Toyota Prius III | ![]() |
Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt 2009 stellte Toyota eine Ergänzung des Modellprogramms vor, auf die viele Prius-Freunde schon seit der Präsentation des P III warteten, denn Toyota arbeitete schon seit Jahren an diesem Konzept: Eine „Plug-in“-Variante des Prius, einen Hybrid also, dessen (im Gegensatz zum normalen Modell leistungsstärkere) Batterie auch an einer ganz normalen Steckdose geladen werden kann.
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| Toyota Prius Plug-in (Copyright © Toyota Deutschland GmbH) |
Warum ein Plug-in, was ist die Idee hinter diesem Konzept? Toyota hat dies bei der Präsentation anlässlich der IAA schlüssig dargelegt:
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Im Jahr 2015 werden etwa 70 Prozent aller Europäer in städtischen Ballungsräumen leben. Zugleich geht aus aktuellen Studien von Toyota zum Pendler-Verkehr in Frankreich und Großbritannien hervor, dass bei über 80 Prozent aller Fahrten mit dem Auto eine Strecke von weniger als 25 Kilometern zurückgelegt wird. In Großbritannien bleiben die Autofahrten sogar zu beinahe 80 Prozent unter 10 Kilometern, in Frankreich zu immerhin 55 Prozent. Vor
diesem Hintergrund wird das Potenzial der Elektrizität als Energieträger für kurze und mittlere Fahrstrecken deutlich. Quelle: Toyota-Pressemappe zur IAA Frankfurt 2009 |
Für das Problem von Grösse und Gewicht der Batterien hat Toyota sich eine neue Lösung einfallen lassen: Als erster Hybrid des Hauses (einschliesslich der Lexus-Hybrid-Modelle) wird der Plug-in mit einer Lithium-Ionen-Batterie statt der bisher verwendeten Nickel-Metallhydrid-Batterien ausgestattet. Hersteller dieser Batterien ist Toyotas Partner Panasonic Electric Vehicle Energy (PEVE). Die Vorteile: Die höhere Energiedichte bedeutet, dass Gewicht und Platzbedarf trotz der höheren rein elektrischen Reichweite etwa gleich bleiben, und die Batterie kann in nur 90 Minuten voll geladen werden.
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So einfach kann „Tanken“ in Zukunft sein: Toyota Prius Plug-in (Copyright © Toyota Deutschland GmbH) |
Die Reichweite eines Prius Plug-in im rein elektrischen Betrieb liegt bei ca. 20 km, und im Gegensatz zum EV-Betrieb des P III, der bei 45 km/h endet, ist im Plug-in eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h im Batteriebetrieb möglich.
Ein Hauptproblem des Plug-in-Betriebs sieht Toyota (s. o.) im Fehlen einer Infrastruktur von Ladestationen. Seit Dezember 2009 läuft weltweit ein Testprogramm mit 500 Prius Plug-in (davon 200 in Europa), wobei dieses Problem berücksichtigt wird: In Strassburg, wo die ersten europäischen Testfahrzeuge laufen, errichtet der Projektpartner EDF (ein französischer Energiekonzern) mehrere hundert Ladestationen, die teilweise mit einer neu entwickelten Technik zur Fahrzeug-Identifikation und automatischen Abrechnung des Stromverbrauchs ausgestattet sind – wichtige Voraussetzungen, wenn der Plug-in aus dem Konzeptstadium zur Serienfertigung gelangen soll.
Was bringt das Plug-in-Konzept in konkreten Zahlen? Der Prius Plug-in kommt im europäischen Testzyklus auf einen CO2-Ausstoss von gerade noch 59 g/km – das ist noch einmal ein Drittel weniger als beim in dieser Disziplin ohnehin schon vorbildlichen P III! Gerüchte sagen, dass der Plug-in ab ca. 2012 bei den Händlern stehen wird, wobei Toyota betont, dass wegen der noch wenig entwickelten Infrastruktur (Ladestationen) „bei einer zukünftig möglichen Plug-in Serienproduktion keinesfalls die bewährte Voll-Hybrid Technik ersetzt, sondern als Modellvariante ergänzt“ werden soll. Ich werde die weitere Entwicklung im Auge behalten!
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| In dieser Ausführung sind die Plug-in Prii aktuell unterwegs. (Copyright © Toyota Deutschland GmbH) |
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| Die „Ausstellungs-Version“ des Plug-in Prius am Genfer Autosalon 2011. (Copyright © 2011 C. Ozdoba) |
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Literatur:
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Erste Veröffentlichung am 2. Januar 2010, letzte Bearbeitung am 12. März 2011.
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