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Während „AF“ für „Autofocus“ noch ziemlich selbst erklärend ist, gilt das für andere von Nikon verwendete Bezeichnungen nicht mehr ohne Weiteres. Die folgende Tabelle soll eine kleine Hilfe sein, damit Sie sich im Dschungel der Bezeichnungen wie ED, IF, VR, PC, DC usw. ein bisschen besser zurechtfinden.
Einige Bezeichnungen gibt es nur an einem (oder wenigen) Spezialobjektiv(en); diese Bezeichnungen sind grau unterlegt und die entsprechenden Objektive kurz beschrieben.
Während der gedruckte Katalog Nikkor-Objektive vom Juli 2006 noch das PC Micro-Nikkor 85/2.0 D und zwei Seiten mit manuell zu fokussierenden Objektiven enthielt, sind aktuell (Frühjahr 2008) auf den Websites von → Nikon Deutschland und → Nikon Schweiz nur noch Autofokus-Objektive aufgeführt.
| Begriffe und Abkürzungen, die in der Bezeichnung des Objektivs verwendet werden | ||
|---|---|---|
| Kürzel | steht für | deutsch / Erklärung |
| AF | AutoFokus | automatische Scharfstellung |
| AF-G | — | Objektiv ohne Blendenring; beinhaltet „D“-Funktion |
| AF-I | Integral autofocus | wie AF, eingebauter Fokussiermotor |
| AF-S | Silent wave | wie AF, neue Generation praktisch lautloser Fokussiermotoren |
| AI | automatic maximum Aperture Indexing | automatische Übertragung des grössten Blendenwertes |
| AI-S | automatic maximum Aperture Indexing / Shutter | wie AI, zusätzlicher Übertragungsmechanismus für Programm- und Blendenautomatik, ausserdem mechanische Codierung für die Brennweite |
| Auto | — | Springblende (nur bei A- und C-Objektiven, s.u.) |
| Compensating | — | Makro-Objektiv mit automatischem Blendenausgleich, d.h., bei grösseren Abbildungsmassstäben öffnet sich die Blende automatisch weiter |
| nur Micro-Nikkor 1:3.5/55 mm Compensating, gebaut 1963–1964 | ||
| D | Distance | Objektiv übermittelt Entfernungsinformation an die Kamera |
| DC | Defocus image Control | am Objektiv einstellbarer Weichzeichner-Effekt |
| AF DC-Nikkor 105 mm 1:2D und AF DC-Nikkor 135 mm 1:2D | ||
| DX | — | Objektive für die Digitalkameras mit 23,6x15,8-mm-CCD-Sensor, von Nikon ausdrücklich (trotz mechanischer Kompatibilität mit dem F-Bajonett) nicht zum Gebrauch an Kleinbildkameras empfohlen |
| E | — | Serie von preiswerten Objektiven mit weniger anspruchsvoller Mechanik, aber guter Optik; diese Objektive heissen nicht „Nikkor“, sondern „Nikon Series E“ |
| ED | Extra low Dispersion | Glassorte mit extrem niedriger Dispersion zur Farbkorrektur |
| GN | Guide Number | Leitzahl; Objektiv mit Kupplung zwischen Entfernungs- und Blendenring nach mechanischer Eingabe der Leitzahl des Blitzgerätes |
| nur Nikkor 1:2,8/45 mm GN, gebaut von 1968–1977 (nicht-AI) | ||
| IF | Internal Focusing | Innenfokussierung |
| IX-Nikkor | — | generelle Bezeichnung für die Objektive zu den Nikon-APS-Spiegelreflexkameras |
| Medical | — | spezielles Makro-Objektiv mit integriertem Ringblitz für Anwendungen in Medizin und Wissenschaft (z.B. Fotografie der Mundhöhle) |
| in verschiedenen Versionen (5,6/200, 4.0/120) seit den sechziger Jahren, zuletzt als 4,0/120 IF (AI-S-Kupplung) auf dem Markt | ||
| Micro | — | Makro-Objektiv |
| N | New | grundlegend überarbeitete (neue) Version; in schwarz auf goldenem Grund auf den seit 2007 schrittweise neu eingeführten Objektiven mit Nanokristall-Vergütung![]() Beispiel: Mein 24–70/2.8 G |
| Nikkor | — | generelle Bezeichnung für Nikon-Objektive |
| Noct | Nocturnal | extrem lichtstarkes Objektiv für available-light-Fotografie |
| nur 1:1,2/58 mm Noct, gebaut von 1977–1981 in AI-, ab 1982 in AI-S-Ausführung | ||
| OP | Orthographic Projection | spezielles Fischauge-Objektiv; Belichtung ist an jedem Punkt des Bildes gleich |
| nur OP Fisheye-Nikkor 1:5,6/10 mm, gebaut von 1968–1976 (nicht-AI) | ||
| P | Program | Objektiv ohne Autofokus, aber mit integriertem Chip für Matrixmessung an modernen AF-Kameras |
| AI-S-Nikkor 4.0/500 mm P IF-ED, gebaut ab 1988; auch das damals 130'000,– DM teure AI-S Zoom-Nikkor 1200–1700/5.6–8 ED P gehörte in diese Kategorie | ||
| PC | Perspective Control | Shift- und Shift-und-Tilt-Objektive |
| verschiedene Versionen seit 1965, zuletzt in zwei AI-S-Ausführungen lieferbar (3.5/28 mm und 2.8/35 mm), als Shift-und-Tilt-Objektiv 2.0/85 D bis Ende 2006, seit 2007 24 mm 3.5 D ED PC-E | ||
| Reflex | — | Spiegellinsen-Objektiv |
| UV | — | Objektiv, das durch Verwendung spezieller Gläser für Wellenlängen von 220 bis 1100 nm geeignet ist |
| früher UV-Nikkor 1:4,5/50 mm, zuletzt seit 1985 lieferbar als UV-Micro-Nikkor 4.5/105 mm (AI-S) | ||
| VR | Vibration Reduction | Objektiv mit eingebautem elektronischem Bildstabilisator |
| ab Sommer 2000 erstmals im AF VR Zoom-Nikkor 80–400 mm f/4.5–5.6D ED, seither in verschiedenen Versionen | ||
| Sonstige Begriffe und Abkürzungen, die im Zusammenhang mit Nikon-Objektiven verwendet werden | ||
| ADR | Aperture Direct Readout | direkte Blendenablesung |
| CRC | Close Range Correction | Optimierung für den Nahbereich |
| MF | Manual Focus | manuelle Scharfstellung |
| NIC | Nikon Integrated Coating | firmeneigene Technik der Mehrschichtenvergütung („Integrated“ bedeutet, dass die Vergütung in der optischen Rechnung des Objektivs berücksichtigt wird) |
| SWM | Silent Wave Motor | Ultraschallmotor für den Autofokus, s. „AF-S“ |
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Die Abbildung zeigt den Deckel des Kartons eines meiner Nikkore. „Buchstabensuppe“ meinte mein Händler, leicht grinsend …
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Die ersten Objektive zur Nikon F und Nikkormat FT/FTN. Filterring chrom. Auf der Linse eingraviert „Nikkor“ und eine Buchstabenkombination, welche die Anzahl der eingebauten Linsen in einer gemischt griechisch-lateinischen Kodierung angibt:
| U | Unus = 1 Linse | H | Hex = 6 Linsen |
|---|---|---|---|
| B | Bini = 2 Linsen | S | Septem = 7 Linsen |
| T | Tres = 3 Linsen | O | Octo = 8 Linsen |
| Q | Quattuor = 4 Linsen | N | Novem = 9 Linsen |
| P | Pente = 5 Linsen | D | Decem = 10 Linsen |
Freunde der klassischen Sprachen werden daran keine Freude haben: Zahlen über zehn wurden durch einfache „Addition“ der Buchstaben dargestellt, das 15-linsige 15 mm/5.6 z.B. wurde als „PD“ bezeichnet.
Nur auf den A- und C-Typen findet man noch die Angabe „Auto“ für die Springblende.
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| Dieses Nikkor-S Auto ist mein ältestes Objektiv |
Mehrschichtvergütung, äusserlich erkennbar am „Schillern“ im Licht. Weitere Änderungen: Filterring schwarz, Buchstabe „C“ hinter der Buchstabenkombination für die Linsenzahl, z.B. Nikkor-S C Auto. Typ A wurde zwischen 1967 und 1970 durch Typ C abgelöst.
Leicht zu erkennen: Gummibeschichteter Fokussierring, schwarzer Ring für Tiefenschärfe-Skala. Nur kurze Zeit in der Fertigung, ab 1977 abgelöst durch N-Typ.
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| (Alle Abbildungen Copyright © 1999 C. Ozdoba) | ||
Hier sind wir auf vertrauterem Boden: Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich die AI-Kupplung, die 1977 eingeführt wurde. Die Objektive sind an der zweiten, kleineren Blendenwertskala auf dem Blendenring erkennbar, die in den Sucher eingespiegelt wird (ADR, s.o.); zudem haben sie die typische AI-Steuerkurve an der Rückseite.
Die Blenden-Mitnehmergabel („Hasenohren“) blieb zwar aus Kompatibilitätsgründen erhalten, es gab jedoch eine Änderung: Während die Mitnehmer aus der Nicht-AI-Ära (die es in spitzer und runder Form gab; Abb. links und Mitte) solide Metallstücke waren, erkennt man AI- und AI-S-Objektive an den durchbrochenen Mitnehmern (Abb. rechts). Damit sollte sichergestellt werden, dass noch genug Licht zum Ablesen der Blendenwerte auf die kleine ADR-Skala fällt. („Bild 1“ in der Abbildung unten zeigt das „Hasenohr“ und die AI-Steuerkurve.)
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Eingeführt 1982. Erkennungszeichen: Kleinster Blendenwert auf der ADR-Skala orangefarben ausgelegt (Abb. links „Bild 2“, Abbildung unten), halbkreisförmige Mulde an der Bajonett-Auflagefläche (Abb. links „Bild 3“: Objektivtypenkerbe). Technischer Unterschied zu AI: Lineare Blendenbewegung, das heisst, dass jeder Weg, den der Springblendenhebel zurücklegt, den gleichen Betrag an Blendenwertänderung bedeutet. Bei den AI-Objektiven war diese Steuerung progressiv: Am Anfang der Skala konnte ein Millimeter Bewegung z.B. eine Änderung um einen Drittel Blendenwert, am Ende aber um eine ganze Blende bedeuten. Die AI-S-Technik wurde für die damals neue Programmautomatik gebraucht. |
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Autofokus-Objektive, eingeführt ab 1986. Sofort erkennbar an den elektrischen Kontakten.
Obwohl sie durch die Bezeichnung nicht von „normalen“ Autofokus-Objektiven zu unterscheiden sind, muss man zwei Objektive gesondert erwähnen: Das AF 80/2.8 und das AF 200/3.5 ED-IF wurden 1982 zusammen mit der F3AF vorgestellt; diese beiden ersten Serien-Autofokus-Objektive sind speziell für die Verwendung mit der F3AF gebaut worden. Während diese Objektive, ebenso wie der spezielle Telekonverter TC-16, auch noch an der F4 verwendet werden können, sind sie an der F5 und F6 nicht mehr einsetzbar!
Preiswerte Serie von Objektiven für Gelegenheits-Fotografen, eindeutig nicht für professionellen Einsatz gedacht. Details auf einer eigenen Seite.
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Literatur:
Copyright © 1999–2008 und verantwortlich für den Inhalt:
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Erste Veröffentlichung am 1. Februar 1999, letzte Bearbeitung am 24. März 2008.
Adresse dieser Seite: http://www.ozdoba.net/nikon/objektiv/obj_terminologie.html