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MOB Compagnie du chemin de fer Montreux – Oberland Bernois www.ozdoba.net/mob |
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| Be 4/4 36 in Saanen, 16.5.2004 (Copyright © 2004 C. Ozdoba) |
| Länge über Puffer | 15'520 mm | Dienstmasse | 26,7 t | |
| Maximale Leistung am Rad | 368 kW | Vmax im Betrieb | 65 km/h | |
| Hersteller mech. Teil | SIG / VBW | Elektr. Ausrüstung | MFO |
Diese Triebwagen wurden 1913 gebaut, aber Sie finden sie in keinem der MOB-Bücher aus den achtziger Jahren. Der Grund ist einfach: Erst 1988 kamen sie von der RBS zur MOB.
In Dienst gestellt wurden diese Fahrzeuge bei der am 25.8.1913 eröffneten Worblentalbahn (WT) als CFe 4/4 101–103.
Ein wenig Eisenbahngeschichte: Die WT fusionierte am 1.1.1927 mit der seit 1898 bestehenden Bern-Worb-Bahn (BWB) zu den „Vereinigten Bern-Worb-Bahnen“ (VBW).
Die VBW wiederum bildete ab dem 1.1.1984 zusammen mit der (ihrerseits aus einer Fusion entstandenen) Solothurn-Zollikofen-Bahn (SZB) die RBS, Regionalverkehr Bern-Solothurn.
Im Jahre 1951 wurden die Fahrzeuge, damals im Besitz der VBW, komplett revidiert und tragen seither die Typenbezeichnung BDe 4/4. Diese Triebwagen werden nicht im Personenverkehr eingesetzt, und man sieht sie nur selten auf der Strecke, für den Rangierbetrieb auf grösseren Bahnhöfen und für Zementzüge sind diese über 90 Jahre alten Fahrzeuge aber noch brauchbar.
Lange hatte ich hier den Text stehen „Dieser Triebwagen [Nr. 36] hat, wie die Nr. 37 und 38, ein Gepäckabteil, ist aber als „Be 4/4“ beschriftet“; ich wollte ihn also als BDe geführt sehen. Das war voreilig; inzwischen habe ich von einem MOB-Profi erfahren, was mit diesem Fahrzeug wirklich passierte. Ich zitiere:
„Gepäckraumtüren sind zwar noch vorhanden – Gepäckraum gab es jedoch während des Aufenthaltes bei der MOB keinen mehr. Wie Sie richtig erwähnen, wurde dieser TW hauptsächlich im Rangierdienst und zur Überfuhr der Zementwagen in Saanen eingesetzt. Da die VBW schon vor vielen Jahren von der Vakuumbremse zur Druckluft wechselte, wurde die Vakuumpumpe ausgebaut. Auf der MOB musste also nebst einigen anderen Anpassungen vor allem die druckluftgesteuerte Vakuumbremse eingebaut werden. Und eine leistungsfähige Vakuumpumpe nebst Regulierwiderständen und weiteren Steuerapparaten hatte nur im Gepäckraum Platz. So blieb nur gerade ein schmaler Durchgang zwischen den beiden Passagierabteilen frei, von Gepäckraum keine Spur mehr – also doch Be!“
Merci, Herr Ehrbar! (Der freundliche MOB-Kenner betreibt übrigens selbst eine → Website über nicht mehr aktive schweizerische Privatbahnen, die Sie sich als Eisenbahnliebhaber einmal ansehen sollten.)
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| Be 4/4 36; Saanen, 16.5.2004 (Copyright © 2004 C. Ozdoba) |
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| Fahrgästen möchte man ihn wohl nicht mehr anbieten, aber die Ucek-Kesselwagen bewegt er noch ganz ordentlich. (Be 4/4 36; Saanen, 16.5.2004) (Copyright © 2004 C. Ozdoba) |
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| Das sieht man heute nicht mehr oft: Ein Führerstand mit Handkurbel! (Be 4/4 36; Saanen, 16.5.2004) (Copyright © 2004 C. Ozdoba) |
Der Be 4/4 36 kommt „nach Hause“: Die MOB hat das Fahrzeug an die RBS zurückgegeben; am 20.11.2007 verliess der Triebwagen in Chernex die MOB-Gleise und wurde auf einen Tieflader verladen. In seiner neuen Heimat, dem RBS-Depot in Solothurn, wird er in den nächsten Jahren aufgearbeitet und soll 2013 zum Jubiläum „100 Jahre Worblentalbahn“ wieder einsatzfähig sein.
Die BDe 4/4 36 und 37 in MOB-Ausführung waren als Modelle bei MALU-Tram erhältlich, sind aber in der aktuellen Preisliste vom 1.12.2007 nicht mehr aufgeführt.
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Literatur:
Copyright © 2004–2008 und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Ozdoba.
Erste Veröffentlichung am 1. Juni 2004, letzte Bearbeitung am 3. März 2008.
Adresse dieser Seite: http://www.ozdoba.net/mob/fzg/mob_rollmaterial_bde44_d.html